Von Tüten, Schubladen und anderen Erwartungen 

Wenn ich von meinem Klinikbett nach links gucke, schaue ich genau auf einen unscheinbaren, blauen Stoffbeutel. Die Reinigungstraft hat bestimmt schon 10 Mal darum herum gesaugt. Sie konnte nicht ahnen, dass dieser Beutel meine gesamten Malsachen enthält und deshalb sehr wichtig ist. Das sieht man ihm nicht an.

So wie man mir meine Erkrankung nicht ansieht. So wie man den meisten Menschen die Päckchen nicht ansieht, die das Leben Ihnen mitgegeben hat. 

Diese Woche las ich dazu den sehr guten Artikel von Lisa Mücklich bei Edition F, der mir aus der Seele sprach. Ich selber kann im Moment nicht so, wie ich sonst konnte. Es gibt Tage, da schaffe ich den Weg in mein Zimmer in der ersten Etage nicht über die Treppen, da muss ich den Fahrstuhl nehmen. Ich werde beim Sport oft von über 70- jährigen schräg angesehen, weil ich ihr Pensum nicht mithalten kann. Und meine Vergesslichkeit momentan spottet auch jeder Beschreibung. Das ist für mich alles kein Problem. Ich weiß, dass es wieder besser wird.  Ich weiß, dass mein Körper unglaubliches geleistet hat und es sich einfach verdient hat, ein bisschen langsamer zu machen und sich hegen zu lassen.

Ich hatte einen bösartigen Tumor in der Lunge, der sich trotz mehrerer Versuche nicht bronchoskopisch (durch einen kleinen Schlauch durch die Luftröhre) entfernen ließ. Also wurde mein Brustkorb geöffnet und der Tumor, ein Lungenlappen und etliche Lymphknoten wurden herausgeschnitten. 

Ich brauche keine Chemotherapie und werde wieder ganz gesund werden. Aber ich bin eben nicht mehr die Selbe, wie vor dem Eingriff und das ist für mich (momentan) total in Ordnung so. Mein Problem ist, dass mir keiner glaubt, dass ich huste, schnaufe und mich mitten im Spaziergang hinsetzen muss, nicht um zu markieren oder anzugeben, sondern weil das eben so ist. Man sieht mir nichts an. Überhaupt nichts. Zack, auf geht die Schublade mit der Aufschrift „Faule Gammelperson“. Häufig werde ich schräg angeschaut, manche sagen etwas, manche denken sich ihren Teil.

Und wenn ich auf direkte Fragen erkläre: „Ich hatte Krebs in der Lunge. Deshalb fehlt mir jetzt ein Stück von ihr.“, entsteht häufig eine unangenehme Stille, meist gefolgt von einem skeptischen Blick und einem vorwurfsvollen „Aber Du bist doch noch so jung!“. Wenn jemand darauf eine nicht kompromitierende Antwort für mich hat, gerne in den Kommentaren unter diesem Post. 

Das Erklären meiner Grenzen kostet mich fast so viel Kraft, wie ihre Einhaltung. 

Diese Erfahrung hat mich an etwas erinnert, dass ich sowieso schon dauernd sage. Man kann den Menschen nicht hinter die Stirn gucken. In meinem Fall, nicht hinter die Rippen 😉 Viele Dinge, die uns erst einmal merkwürdig erscheinen, mögen einen plausiblen Grund haben., egal, ob sich mir dieser von außen erschließt, oder nicht. Ich wundere mich schon lange nicht mehr. Wenn es mich nicht direkt betrifft, geht es mich ja auch eigentlich nichts an.

Ich wette, wenn ihr ein bisschen nachdenkt, fällt Euch auch eine Besonderheit an Euch auf, die man Euch von außen nicht ansieht und die Euch im Alltag einschränkt. Eine Platzangst, die verhindert, dass Ihr Fahrstuhl es benutzt oder ein kaputter Meniskus vielleicht?

Ich würde mich über Berichte von Erlebnissen, die Ihr deswegen hattet, freuen. 

Und ich werde jetzt mal meiner Reinigungstraft ein Bild ausmalen. Als Dank für das Akzeptieren meines herunstehenden „Kunstbeutels“. Weil eben alles seinen Hintergrund hat.

Liebe Grüße

Thea 

Was ich mir wirklich wünsche- Muttertagsaktion

Lange habt Ihr hier von mir nichts gehört und das, nachdem ich unheimlich motiviert und mit unzähligen Entwürfen für Blogposts im Kopf meinen neuen Blog gestartet habe. Der Grund dafür ist einfach: das Leben hat mir gnadenlos die Füße weggerissen. Nach einigen wiederkehrenden Erkältungskrankheiten ging es mir immer schlechter, bis meine wunderbare HNO tat, was vorher kein Arzt getan hatte: sie nahm mich ernst und „schwang die große Diagnostikkeule“ (Zitat Ärztin). Das Ergebnis war niederschmetternd. Karzinom der Lunge! Zack. Bähm. Da haste und nun mach was draus.

Ich habe mehrere Wochen gebraucht, um mich wieder so weit zu fangen, dass ich meine Gedanken hier mit Euch teilen kann. Ich plane noch weitere Beiträge zum Thema Krebs, wie es herauskam, was mir half oder Steine auf den Weg der Genesung rollte.

PicsArt_05-02-10.27.49

Aber heute möchte ich etwas zur wichtigen Aktion von Christine von Mama arbeitet und Annette von Mutterseele sonnig schreiben, die ich beide kennenlernen durfte und die beide starke, inspirierende Frauen sind. Sie rufen dazu auf, unter dem Hashtag #Muttertagswunsch zu twittern und zu bloggen, was man sich tatsächlich wünscht, anstatt der obligatorischen Schokoherzchen und bemalten Blumentöpfchen. Ihre Intention ist hochgradig politisch. Es geht um Gleichberechtigung, bezahlbare Kinderbetreuung, Altersarmut durch nicht anrechenbare Pflegearbeit und vieles mehr. Ich finde es unheimlich wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Wofür ist der Muttertag gut, was verändert er in der Wertschätzung und tatsächlichen Vergütung der Care-Arbeit und deshalb habe ich nachgedacht, was ich dazu schreiben könnte.

Mein übliches Jahr um den Muttertag herum – Ausgangssituation

Ich befinde mich in einer völlig anderen Lebenssituation, als Christine und Annette. Ich bin nicht nur nicht alleinerziehend, ich habe einen Mann an meiner Seite, der gerechte Verteilung der Carearbeit und ganz allgemein gleichwertige Partnerschaft in der Ehe ganz selbstverständlich lebt. Ich hatte darüber hier schon einmal berichtet. Aus diesem Grund habe ich nie verstanden, warum der Muttertag eine andere Gewichtung hat, als der Vatertag, denn zumindest bei uns, gibt es da keine Unterschiede. Der Vater hat die selbe Verantwortung, den gleichen Stress und auch ebensolche Glücksmomente. Deshalb sollte er auch ebenso mit Basteleien, Gutscheinen für die Übernahme der Hausarbeit oder schiefen Ständchen beglückt werden – oder eben von alldem verschont werden, weil es eben an den Schwierigkeiten des Elternseins nichts verändert.

Als meine Tochter sich letztens liebevoll an mich kuschelte und „Ich hab Dich soo lieb, Mama!“, hauchte, platze aus mir heraus: „Ich brauche ja gar keinen Muttertag! Ich spüre Eure Wertschätzung und Liebe jeden einzelnen Tag!“. Dass das Kind dann antwortete: „Dann brauche ich aber auch keinen Kindertag.Ich weiß auch immer, dass Ihr mich lieb habt und für mich da seid!“, zeigt mir, dass wir in diesem Zusammenhang wirklich gesegnet sind. Innerfamiliär sind wir sehr klar und offen mit unseren Gefühlen und Meinungen und wissen alle, was wir aneinander haben. Ein wir-nehmen-uns-das-ganze-Jahr-für-selbstverständlich-und-kaufen-dann-ein-Mal-Blumen-um-unser-Gewissen-zu-beruhigen gibt es bei uns nicht.

Also, was könnte ich mir dann noch zum Muttertag wünschen? Mir sind zwei Dinge eingefallen, ein Politisches und ein sehr Persönliches und beide hängen mit den eingangs erwähnten neuen Herausforderungen zusammen, die das Leben mir gerade vor die Füße gekotzt hat.

Krebs- Mutti fällt aus

In unserer Familie sind die Aufgaben klar verteilt, entweder nach Talenten oder durch äußere Einflüsse: Eine putzt die Küche, der Andere kümmert sich um die Wäsche, Eine liest vor, der Andere spielt Fußball, Eine übernimmt die Morgenbetreuung, der Andere die am Nachmittag. Wenn einer von Beiden längerfristig ausfällt, übernimmt der Andere dessen Part. Als ich jetzt aufgrund der Lungenentzündung komplett leistungsunfähig war und anschließend im Krankenhaus, hat mein Mann klaglos und unkommentiert meine Hälfte des Haushalts mit übernommen und die komplette Kinderbetreuung gewuppt. Nebenher hat er sich um mich gekümmert und seine eigenen Sorgen und Ängste verbissen. Das größte Problem war allerdings, dass er ja weiterhin um 6.00 Uhr morgens das Haus verlassen musste, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Wir haben das mit einigem Gerenne geregelt bekommen, weil wir das riesengroße Glück haben, wundervolle Familie und unfassbare Freunde in Greifweite zu haben. Meine Mutter kam morgens um sechs hier her und machte das Kind schulfetig, an anderen Tagen können wir sie zu Freunden bringen, wo sie einfach mitfrüstücken darf und dann zur Schule gebracht wird. Wir sind wirklich gesegnet und ich bin unglaublich dankbar. Es es war und ist nicht leicht und ich frage mich, was Menschen mit Erziehungsverantwortung (m/w) im Krankheitsfall machen, wenn sie dieses engmaschige soziale Netz gerade nicht abrufen können. Ich weiß, man kann da was bei der Krankenkasse beantragen. Aber, so wie ich das bisher erfahren habe, ist das alles ausgesprochen bürokratisch und alles Andere, als barrierefrei.

Was wünsche ich mir also zum Muttertag von der Politik? 

Es gibt Notfälle im Leben und ich wünsche mir, dass transparenter und offener kommuniziert wird, dass man da nicht alleine durch muss. Ich wünsche mir, dass unbürokratisch und vor allem schnell (denn eine lebensbedrohende Erkrankung kündigt sich in der Regel nicht fristgerecht an) Betreuungszeiten verändert werden können. Ich wünsche mir, dass es praktische und menschliche Hilfen gibt. Ganz besonders für Alleinerziehende, aber auch zu Unterstützung des Elternteils, das plötzlich alles und noch mehr regeln muss.

Und was war mit dem persönlichen Wunsch?

Als ich überlegt habe, was ich mir eigentlich wirklich zum Muttertag wünsche, war das Erste, das immer wieder durch meinen Schädel hämmerte: „Ich möchte noch möglichst lange für mein Kind da sein können!“.

Ich gehe zu allen Vorsorgeuntersuchungen, ich fahre sehr vorsichtig und habe mein Motorrad abgegeben, ich gehe nicht mir Haien tauchen. Ich bin davon ausgegangen, mindestens 50 zu werden. Irgendwie. Unterschwellig. Ich bin davon ausgegangen, meinem Kind die Brotdosen zu machen, ihr vorzulesen, ihr durch diese verwirrende Welt zu helfen und an ihrer Seite zu sein, so lange sie das möchte.

Die Krebsdiagnose machte mir klar, dass gesund essen und nicht rauchen einfach nicht ausreichen. Sie könnte mich verlieren. Einfach so. Auch morgen schon. Deshalb ist mein einziger, persönlicher, riesengroßer Wunsch, da zu bleiben, gesund zu werden, ihr die unperfekte, chaotische, lustige Mutter zu sein, die ich sein kann. Denn sie hat genau das verdient. Mich. An ihrer Seite.

Ich weiß, dass niemand von Euch da draußen mir diesen Wunsch erfüllen kann. Deshalb rufe ich ihn einfach ins Universum hinaus und übe mich in Vertrauen. Und derweil versuche ich, ihr all das zu vermitteln und zu geben, was ich ihr den Rucksack packen möchte, der sie auf immer auf ihrem Weg durch das Leben begleiten soll: Vertrauen und Liebe und Zuversicht, die Fähigkeit, einen Knopf anzunähen und ein Lied zu erfinden und über sich selbst zu lachen. Und noch das Eine oder Andere mehr.

Und wenn Ihr wissen möchtet, was andere Mütter sich wirklich zum Muttertag wünschen, dann guckt bitte bei Mama arbeitet und Mutterseele sonnig vorbei. Ich würde mich freuen, wenn Ihr diese Aktion unterstützen könntet.

Nachdenkliche Grüße

Eure Thea

Mütter nehmen sich nicht frei – doch!

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich entschieden, nach und nach einige meiner Beiträge vom anderen Blog hierher umzuhiehen, von denen ich meine, dass sie besser hierher passen.  Die nun folgenden Zeilen, habe ich ursprünglich am 27.10.2014 veröffentlicht und ich finde sie nach wie vor aktuell.

Es geht um unsere Gesundheit, darum, wie wir manchmal mit ihr umgehen, weil wir meinen, uns nicht leisten zu können, krank zu werden und darum, welchen Preis wir dann manchmal dafür bezahlen. Hier kommt erstmal der Text und am Ende noch ein Kommentar, wie ich das Ganze 1 1/2 Jahre später sehe.

 Ich wurde letztens von einem Apotheker zusammen gestaucht. Das passiert mir öfter, denn ich scheine mich nicht immer gesundheitsfördernd zu benehmen. Aber dieses Mal ging es nicht um mich, dieses Mal war es mein Mann, der sich unverantwortlich seinem Körper gegenüber verhielt. Erklärte mir zumindest der Apotheker und redet sich dabei richtig in Rage.
Mein Mann hatte eine Herzmuskelentzündung, die höchstwahrscheinlich durch verschleppte Infekte hervorgerufen wurde.
Der Apotheker erklärte mir, dass dies eine typisch männliche Erkrankung wäre, da Männer ungern Schwächen zugeben wollen. Und krank zu sein, würde häufig als Schwäche angesehen. Das wäre schon in frühester Kindheit in der Erziehung verankert. Jungs weinen nicht, und Basta! Und wenn man sich mit sämtlichen Erkrankungen durch den Alltag schleppt, ohne sich Erholungspausen zu gönnen, kann das irgendwann zu so ernsthaften Schädigungen führen.
Diese Erklärungen haben mich nachdenklich gemacht. Wird Männern wirklich weniger Genesung zugestanden? Sind wir strenger zu unseren Söhnen, als zu den Töchtern? Da ich weder Geschwister, noch einen Sohn habe, kann ich dazu leider keine Erfahrungswerte beisteuern, bin aber offen für Eure Kommentare. Diese Frage geht raus an alle Jungseltern: wenn Ihr Euer Verhalten reflektiert, wie streng seid Ihr gegenüber Gefühlsäußerungen und Schwächen? Was beobachtet Ihr bei anderen Eltern?
Ich persönlich sehe die Tendenz, auf keinen Fall ausfallen zu wollen, oder zu können, bei beiden Geschlechtern. Ich selbst schleppe mich oft durch den Tag, obwohl ich einfach nur in Bett und mich erholen möchte. Das Verantwortungsgefühl, den Kollegen, den Kunden und der Familie gegenüber ist einfach zu groß.
Gerade lief wieder die aktuelle Werbung für ein Erkältungsmedikament, in der ein Mann mit rot geschwollener Nase und Schüttelfrost ins Büro fährt. Dort nimmt er das Medikament und ist – zacktraraa- wieder fit und arbeitsbereit. Was will uns diese Werbung sagen? Wenn Du Dich bei einem grippalen Infekt krankschreiben lässt, bist Du nur zu faul, Deine Pflicht zu erfüllen, denn es ist ja so einfach, jederzeit Einsatzbereit zu bleiben?
Mich macht solche Werbung wütend. Das geht mir schon seit langem so mit Werbung für Kopfschmerzmittel. Häufig sind Kopfschmerzen ja ein Zeichen des Körpers, dass irgendetwas nicht so ist, wie es sein soll. Zu wenig getrunken, Stunden über Stunden auf den Bildschirm gestarrt, Dauerbeschallung – da fordert der Körper sein Recht und zwar so, dass wir auch zuhören. Ich selber leide seit Jahren unter starker Migräne und weiß nur zu gut, dass manchmal eine Tablette die einzige Lösung ist. Aber diese Werbung suggeriert meiner Einschätzung nach: „Lass Dir Deine Leistungsfähigkeit nicht verderben! Nimm sofort eine Tablette und sei auf der Stelle wieder für alle da!“ Mir als Migränepatientin gibt solche Werbung das Gefühl, mir nicht genug Mühe zu geben, um meine volle Leistungsfähigkeit sofort wieder herzustellen.

Aber es ist eben nicht nur solche Werbung, die verhindert, dass wir auf uns Acht geben, auf die Signale des Körpers hören und uns Zeit und Ruhe zum Gesundwerden geben. Ein hoher Erwartungsdruck lastet auf uns, der in vielen Fällen aus uns selber heraus kommt, in anderen von unserer Umwelt auf uns gerichtet wird.

Für meinen Mann bedeutet das, dass er solange weiter gemacht hat, bis sein Körper ultimativ die Reißleine zog und er mit dem RTW ins Krankenhaus gefahren wurde. Er fiel für längere Zeit komplett für uns aus und wir haben uns große Sorgen gemacht. Für mich bedeutet das, dass ich mir mal wieder vornehme, besser auf mich aufzupassen. Für mich, für meine Familie und irgendwie auch für meinen Arbeitgeber. Denn niemand hat etwas davon, wenn ich irgendwann umfalle und dann für Wochen ausfalle oder sogar bleibende Schäden behalte.
Sich wichtig nehmen. Auf sich achten. Das ist etwas, dass viele von uns irgendwie verlernt haben. Das wirft bei mir die Frage auf, wie wir unseren Kindern einen gesunden Umgang mit unserem Körper vermitteln können. In erster Linie eben durch unser Vorbild, aber auch, indem wir sie ernstnehmen.
Wenn meine Tochter krank ist, dann ist sie krank und wird dann gescheit umsorgt und umhätschelt. Sich fallen zu lassen und von Mutti Kartoffelpü mit Buttermöhrchen gekocht zu bekommen gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Das hat für mich nichts mit verweichlichen zu tun. Es hat damit zu tun, Dinge einzuschätzen und zu lernen, auf sich zu hören.
Was möchte ich Euch mit diesem Blogpost sagen? Im Wesentlichen eines: passt gut auf Euch auf, Ihr Lieben. Nehmt Euch ernst! Ihr seid wichtig! Wenn Ihr langfristig ausfallt, hat Eure Familie es schwer, denn Ihr könnt für eine oder zwei Wochen vertreten werden, aber Ihr seid nicht leicht zu ersetzten.

Und jetzt seid Ihr dran. Was denkt Ihr über dieses Thema? Wie geht Ihr mit Erkältungen, Erwartungen und Arbeitsdruck um? Was vermittelt Ihr hierzu Euren Kindern?

Das Alles schrieb ich vor 1 1/2 Jahren. Und nun? Wie habe ich diesen Vorsatz umgesetzt? Ich habe mich größtenteils daran gehalten, aber nicht immer. Noch immer habe ich Abgabetermine und diese eine wichtige Besprechung, bei der ich noch dabei sein muss. Aber insgesamt höre ich schon besser auf meinen Körper und wenn ich krank bin, bin ich eben krank. Das ist doof und kommt fast immer super ungünstig, aber ich bin nicht der Nabel der Welt und meistens kommen die Kollegen schockierend gut ohne mich über die Runden. Oft habe ich gemerkt, dass es bei beginnender Erkältung genügt, 1-2 Tage plus Wochenende im Bett zu bleiben um größere Katastrophen zu verhindern.

Und manchmal. Ja, manchmal hilft alles nichts. Da schont man sich, da tut man alles, was die Ärzte empfehlen und dennoch haut einen die Bronchitis, die Angina oder Sinusitis von den Füßen. Auch das gibt es und es frustriert mich dann sehr. Und dann kann ich mir nur sagen, dass immer wieder ein neuer Frühling kommt und ein Sommer und aus Erfahrung weiß ich, dass dann auch irgendwann wieder die Zeiten kommen, an denen man mehr mehr Tage im Monat gesund, als krank ist.

Bis dahin wünsche ich Euch allen viel Geduld, Tee und Ruhe!

Liebste Grüße

Eure Thea

Mit mittelleichtem Gepäck

Es gibt so Blogbeiträge, die drängeln sich einem geradezu auf und betteln darum, geschrieben zu werden. Dieser hier, ist so einer. Schon lange denke ich darüber nach, was ich eigentlich brauche, um glücklich zu sein. Und ich meine in desem Fall nicht die elementaren Dinge – wie die Menschen, die ich liebe um mich zu haben oder einen erfüllenden Beruf – ich meine ganz praktisch: was muss ich kaufen, wie viel wovon muss sich in meiner Wohnung befinden. Ich habe mich mit Béa daüber unterhalten, als wir mal zusammen zu Abend aßen und sie meinte, ich solle doch mal was dazu bloggen. Und seit ein paar Wochen, trällert mir das Kind ständig das Silbermond-Lied zu diesem Thema ins Ohr und jetzt schreibe ich den drängelnden Beitrag einfach mal.

Interessant wurde dieses Thema für mich persönlich, als wir in eine kleinere, aber hübschere Wohnung umzogen. 1 Zimmer weniger bedeutete auch weniger Stauraum. Weniger Platz für die Dinge des Alltags. Für meinen Mann war es leichter „abzuspecken“, als für mich. Weiterlesen