Kurzgeblogt: One Year without you. Eine Dankesrede.

Ein Jahr ist er jetzt raus. Seit einem Jahr habe ich meinen Körper wieder für mich und muss mit ihm nicht den Krebs nähren und pämpern. Kann meine Kraft und Energie, meinen Atem, meinen Herzschlag wieder für mich nutzen.

Lange floss all diese Kraft in die Renovierung dieses kaputten Hauses, dass mein Körper inzwischen war. Langsam, ganz langsam spüre ich mich wieder. Aber ich bin wieder zu hause in mir. Ich habe wieder das Gefühl, dass mein Körper mit mir spricht. Und ich verstehe ihn.

Ich hatte gar nicht gemerkt, wie lange ich schon taub war. Ich flüsterte.  Ich wisperte. Ich schrie. Was ist los mit mir. Warum fühlt sich alles so kaputt an. Ich fühlte mich krank und konnte es keinem erklären. Ich hatte das Gefühl, nicht frei atmen zu können.

Jetzt erst spüre ich wieder, wie frei und gut es hier in meinem Leben sein kann. Und ich bin sehr dankbar dafür. Ich werde oft gefragt, ob ich denn nicht wütend wäre. „Warum hast du denn Krebs? Das ist doch unfair, du bist doch so jung.“ Das habe ich mich eigentlich nie gefragt. Ich war nicht wütend. Ich war dankbar, dass das Problem endlich, endlich gefunden war. Das wir etwas tun konnten. Ich war nur ein bisschen traurig um diesen kleinen Lungenlappen, der nichts für all das könnte und geopfert würde, damit das große System wieder funktionieren konnte. Ich möchte ihm sagen, dass es sich gelohnt hat. Ich bin noch nicht wieder richtig gesund. Ich werde vielleicht nie wieder genau so Treppen steigen und rennen und tauchen können, wie ein „gesunder Mensch“, sagen die Ärzte. 

Aber mein Körper ist wieder meiner. Es ist mehr spüren, als erklären können. Aber alleine dieser Kontakt zu meinem „Haus“, dieses mich spüren können, war all das wert. Mal ganz abgesehen von all dem, was jetzt noch erleben kann und all die Menschen, für die ich da sein kann.

Auf all diese Gedanken kam ich gerade, weil die wunderbare Ju vom Blog http://wheelymum.com/ mich fragte, ob die denkst17 für mich anders gewesen ist, als die Bloggerkonferenz vor einem Jahr. 

Svenja erzählte uns von ihrer Heldenreise der letzten 12 Monate und und ich dachte an meine. Ich fühlte in mich hinein. Ich bin eine andere Frau, als die, die ich 2016 war. Und es ist gut. Ich spüre, dass es gut werden wird.

Das war jetzt alles sehr persönlich und sicher auch nicht für jeden nachzuvollziehen. Aber das Müssen Gefühle ja auch nicht immer sein und manchmal wollen sie formuliert werden. Vielen Dank an alle, die meine Reise begleiten.

Kisses Thea 

2016 – mein Jahresrückblick voller Dankbarkeit 

2016 ist bald vorbei. Na endlich. Zum Glück. Dies war eines der Jahre, an die ich mich erinnern werde und das vor allem, wegen einer Menge Schmerz und Trauer, die dieses Jahr im Gepäck hatte. Aber das Jahr hatte auch viele wundervolle, leuchtende Momente und an diese möchte ich mich besonders erinnern.

Ich bin dieses Jahr besonders dankbar für:

  • eine wunderbare, gescheite Ärztin, die Schlüsse gezogen hat, auf die sonst keiner gekommen ist, sofort ein CT organisiert hat und mich, nach Entdeckung des Tumors in meiner Lunge sofort in eine kompetente Spezialklinik überwiesen hat
  • Die allerbeste Familie und mein soziales Netz, die mich gestützt und getragen haben, als ich taumelte. Besonders hervorzuheben, mein Ehemann, der einfach alle Familienarbeit alleine übernahm, als ich ausfiel und mir nebenbei die ganze Zeit Hoffnung und Liebe schenkte.
  • viele mitfühlende Schwestern, die mich als Mensch gesehen und ermutigt haben 
  • Die Küchendame im Krankenhaus, die für jeden Patienten ein Lächeln und nen kessen Spruch hatte – manchmal machen solche Menschen den Unterschied 
  • ich bin so, so dankbar, wieder frei atmen zu können. Das kam so schleichend, dass ich es kaum gemerkt habe, aber viele Jahre fiel mir das Durchatmen schwer. Jetzt ist es so viel besser und das tut so gut!
  • Ich hatte wunderbare, intensive Zeiten mit meiner kleinen Familie. Wir haben trotzd meiner Krankheit Urlaub gemacht und Zeit miteinander verbracht.
  • Ich habe dieses Jahr ganz viele wundervolle Bloggerinnen getroffen, hatte intensive, wohltuende Gespräche und viele neue Gedankenansätze. Das fand ich ganz großartig und würde das gerne nächstes Jahr weiter machen.
  • wir hatten die Idee, bei Twitter zu wichteln und uns gegenseitig Kekspakete zu schicken. Das fand ich ganz wundervoll und da war eine Menge Liebe drin. Auch das ist wiederholungswert!

    Das Jahr war also im Fazit ein erfolgreiches, weil ich viel gelernt habe und da der Tumor entfernt werden konnte, bevor er gestreut hat, habe ich die Chance auf viele, viele Weitere.

    Ich danke Euch allen, dass Ihr 2016 an meiner Seite wart. Das hat vieles erträglicher gemacht.

    Kisses

    Thea

    Einander Kraniche sein…

    Ich habe gestern eine Schiffstour mit einem Ornithologen gemacht und dabei an Euch denken müssen. 

    Wir sind zu den Schlafplätzen der Kraniche gefahren und haben zugesehen, wie die Schwärme einschweben, dem charakteristischen Geschrei gelauscht und darüber gesprochen, was was diese Tiere so tun und warum.

    Ich wusste ja, dass die nach Spanien und Portugal fliegen, um zu überwintern und auf dem Weg dahin bei uns ums Eck Kraft tanken. Sie kommen aus Schweden, Polen und Deutschland und Reisen gemeinsam, verstehen einander, begleiten einander. Aber ich wusste nicht, dass sie die Strecke Schweden / Polen / Deutschland – Spanien locker in 2 bis 3 Tagen runter fliegen könnten. Wollen Sie aber aber nicht. Warum sollten Sie auch? Kraniche sind sehr soziale Tiere, die es genießen, andere zu treffen und einander Gesellschaft zu leisten. Sie bilden Zuggemeinschaften, die die gesamte Reise zusammen bleiben, sich gegenseitig den Weg zeigen und sich tagsüber gemeinsam auf Feldern und in Wäldern satt fressen. Nachts aber, brauchen Sie mehr Schutz, als ihn ihre Zuggemeinschaft bieten kann. Dann sammeln Sie sich zu Tausenden auf geschützten Wiesen, leisten einander Gesellschaft, wärmen sich, schützen einander. 

    Und deshalb rufen die Kraniche auch. Sie wollen zueinander finden, geben sich Orientierung. Ihre Rufe sind ihr Leuchtfeuer. Ich fragte den Ornithologen, was die da so rufen. Er meinte, ich müsse mir das etwa so vorstellen:

    Ankommende Kraniche: „Hier kommen wir. Wir landen jetzt. Erwin? Bist Du schon da?“

    Kraniche auf der Wiese: „Hier drüben! Setzt Euch zu uns! Was habt ihr heute erlebt?“

    Lasst uns doch das Internet zu unserem Landesplatz machen. Lasst unsere Blogbeiträge unsere Rufe sein. Uns gegenseitig ein Stück auf unserer Reise begleiten, unsere Erlebnisse berichten, von einander lernen. Wir können uns stützen und stärken. Und nicht den schnellsten Weg zum Reiseziel wählen, sondern den Schönsten.  Gemeinsam. Das fände ich schön.

    Zum Abschluss und damit Ihr Euch in meine Stimmung hineinversetzen könnt, habe ich einen Link für Euch, wo Ihr Euch Kraniche anschauen könnt.

    *Quelle aller Kranichfakten ist der Ornithologe, dessen Name mir vorliegt

    Bananen-Schokokeks-Muffins

    Die Tochter hat sich heute Nachmittag spontan mit Freundinnen zum Picknick verabredet. Da ich gerade zu Hause bin, dachte ich, ich backe dafür was. Ich laufe durch die Küche und schaue, was ich noch da habe. Oreo-Kekse, sehr reife Babybananen und Bananenjogurt fanden sich da. Daraus wird sich doch was machen lassen.

    In Anlehnung an dieses von mir sehr geschätzte Rezept habe ich mir folgendes ausgedacht.

    image

    • 1 sehr reife Banane oder 3 Babybananen
    • 1 Ei
    • 100 g Zucker
    und
    • 1 Päckchen Vanillezucker
    Zusammen mit dem Handmixer schaumig rühren.
    • 150 g Jogurt (Bananenjogurt oder Stracciatella schmecken mir hier am Besten, Naturjogurt geht aber auch)
    • 80 ml neutrales Öl unterrühren.

    • 250 g Mehl
    mit 2  1/2 TL Backpulver
    und 1/2 TL Natron mischen.

    Das Gemisch vorsichtig unter die Ei-Zucker-Masse heben.

    image

    Nun entweder
    • 10 Schokokekse kleinschneiden und unter den Teig rühren
    Oder
    • 5 Kekse würfeln, den Teig halbieren und zu der einen Hälfte die Kekse, zur Anderen
    • 2 EL Backkakau geben für einen Marmoreffekt.

    image

    Nun 25 Minuten bei 180 °C backen. Die Stäbchenprobe mache ich übrigens immer mit Zahnstochern, dann muss ich nicht so oft Holzspieße kaufen.
    Fertig!

    image

    Für eine spontane Idee, finde ich die wirklich lecker. Luftig, saftig und süß.

    image

    Ich bin gespannt, was die Mädelsrunde nachher beim Picknick dazu sagen wird.

    Falls Ihr das nach backt, gebt mir doch mal Feedback. Das würde mich freuen.

    Liebe Grüße
    Thea

    5 Freitagslieblinge vom 3.6.2016 nach Berlinmittemom

    Die wunderbare Anna von Berlinmittemom hat mal wieder eine Idee gehabt, die mich total inspiriert. Deshalb möchte ich gern bei ihren Freitagsfünf mitmachen und Euch fünf Dinge zeigen, die mich diese Woche bewegt haben.

    Anna hat sich dafür 5 Kategorien ausgedacht:

    mein Lieblingsbuch der Woche
    mein Lieblingsessen der Woche
    meinen Lieblingsmoment mit meinen Kindern
    meinen Lieblings-Mama-Moment nur für mich und
    meine Lieblingsinspiration der Woche.

    Zu jedem Punkt hat sie Bild ausgewählt und kurz etwas über die vergangene Woche berichtet. Ich finde diese Idee so wunderbar, dass ich mich ihr anschließen möchte.

    Mein Lieblingsbuch der Woche
    Ich habe im Moment leider ein totales Lesetief. Wenn mein Kopf zu voll ist, kann ich mich manchmal schlecht konzentrieren. Deshalb zeige ich Euch bei meiner ersten Teilnahme an Annas Aktion kein eigenes Buch, sondern das, welches meine Flummi sich von mir zum Kindertag gewünscht hat.

    „Mama, schenkst Du mir eigentlich etwas zum Kindertag? Ich hätte soo gerne ein neues Buch. Gibt es eins extra mit Fußballbeschichten?“

    Na wirklich. Wie hätte ich da widerstehen sollen?

    image

    Lieblingsessen der Woche
    Wir hatten diese Woche einen für mich magischen Moment. Wir wollten Flummi von einem Spieldate abholen und ich hatte von meinem nach Dal nach Rezept von @frauhasenherz übrig, dass ich spontan vorschlug, wild Reste zusammen zu werfen und gemeinsam auf der Terrasse zu Abend zu essen. Es war einfach wundervoll, gemeinsam in der Abendsonne zu entspannen und sich durch das Angebot zu futtern.

    image

    Lieblingsmoment mit meiner Tochter
    War tatsächlich gerade erst heute. Wir haben den ersten gemeinsamen Ausflug nach meiner OP gemacht. Ich genieße die Zeit mit ihr gerade noch intensiver. Und ich liebe es, mit ihr die Natur zu erforschen und zu beobachten, wie sie mit Tieren umgeht. Das Bild, dass ich mit Euch teilen möchte, finde ich beinahe magisch. ❤

    image

    Lieblings-Mama-Moment nur für mich
    …war gleich ein paar Minuten später. Meine Mutter ist mit Flummi losgeworden, um für die Rehe noch etwas Löwenzahn zu pflücken und ich bin ein bisschen alleine durch den Park geschlendert. Vogelgezwitscher, Libellen, und der Wind in den Baumkronen. Wunderwunderschön.

    image

    Lieblingsinspiration der Woche
    Da muss ich einen Blogpost von letztem Freitag mit Euch teilen. Anna hat sich mit Trauer verwandten Gefühlen beschäftigt und mich damit genau da abgeholt, wo ich gerade stand. Einen Tag, nachdem ich mit meiner Krebsdiagnose aus dem Krankenhaus entlassen wurde, starb mein Schwiegervater an Lungenkrebs. Wir wussten das schon lange und doch, hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich hatte ein wenig das Gefühl, für meine Familie stark sein zu müssen und auch die Angst vor Metastasen, das Warten auf das CT, und die OP – erst jetzt habe ich das Gefühl, wirklich zu trauern. Fast jede Nacht träume ich von ihm. Ich weine, ich fluche, ich bin einfach unendlich traurig, dass wir unser ganzes weiteres Leben ohne ihn meistern müssen. Annas Artikel hat mir geholfen. Vielen Dank, meine Liebe!

    image

    Mehr Beiträge zu dieser Idee findet Ihr natürlich bei Anna Bei den 5 Freitagslieblingen.

    Vielen Dank für’s mitlesen und ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Euch.

    Bussis Thea

    Kurzgebloggt: Gastbeitrag vom Kind

    Vorhin kam meine 8-Jährige aus der Schule und erzählte mir, eine Geschichte, die sie mir heute geschrieben hat. Ich fand die Geschichte so niedlich, dass ich sie schnell für Euch niederschreiben möchte. Ungeschönt, wie sie es mir diktiert hat.

    Der Elefant und das Küken von Flummi

    Ein Elefant wollte Fußball spielen und brach sich dabei ein Bein. Als er dem Huhn davon erzählte war es so überrascht, dass es vor Schreck ein Ei legte.

    Das Küken war so niedlich, dass es sich auf den Gips malen durfte. Sie wurden Freunde und als der Gibs ein Jahr später runter kam, hatte das Küken gerade Geburtstag und der Elefant schenkte ihm den Gibs.

    Seitdem wohnt das Küken in dem Gips und es ist sehr schön da.

    Ich liebe dieses Kind. Es hat sich eindeutig jetzt schon gelohnt, ihr jeden Abend vorzulesen. Phantasie hat sie! ;o)

    Liebste Grüße

    Eure Thea

    Fotoprojekt #12von12 im März 2016

    Hallo Ihr Lieben,

    immer am 12. eines Monats sammelt Carola von „Draußen nur Kännchen“ Blogbeiträge mit je 12 Fotos vom Tag. In meinem neuen Blog möchte ich heute das erste Mal mitmachen. Hier kommen meine 12 Bilder.

    IMG_20160312_085134

    Wie sich das gehört beginnen wir mit Kaffee. Morgens um Acht schon der Zweite. 😉

    IMG_20160312_090402

    So gestärkt konnte ich mich zum Kind setzten, Sie wollte heute Morgen mal wieder etwas malen.

    IMG_20160312_091933

    Ich male ja dann auch gerne mal. Da ich selber komplett talentfrei bin, male ich aus. Mögt Ihr das auch gerne? Dieses Bild musste ich dann ins Kinderzimmer hängemn, weil Flummi das so mochte. ❤

    IMG_20160312_101859

    Meine Mutter brachte letzte Woche Schneeglöckchen aus ihrem Garten und Tinte mit. Esperiment: Verfärben sich die Blüten? Bei uns: kaum. Aber ein Bisschen.

    IMG_20160312_114717

    Das Hustenkind muss inhalieren. Ist das bei Euch auch immer so eine Diskusion? Trick heute: Ich stellte den Wecker, so dass Flummi eine Endlinie hatte.

    IMG_20160312_121845

    Seit letzter Woche hatte mein Kind kaum was gegessen und als sie sich heute Kartoffelpürree von mir wünschte, weckte das bei mir Kidheitserinnerungen. Meine Mutter kochte mir das früher auch immer, wenn ich krank war. Also, ran ans Kartoffelschälen.

    IMG_20160312_132438

    Fertig und sehr lecker.

    IMG_20160312_190043

    Meerschweinchen-Futter vorbereiten. Wusstet Ihr, dass nur Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen nicht selber Vitamin-C bilden können? Eines unserer Schweinchen hat leider Lippengrind. Die Ärztin erklärte mir, dass das so etwas wie Skorbut wäre. Dem Tier fehlen verschiedene Vitamine. Also streue ich täglich Vitaminpulver über das Futter und…

    IMG_20160312_194815

    ..bepinseln zwei mal am Tag das kleine Schnäuzchen mit einer Salbe vom Tierarzt. Aufwendig, wird aber schon besser.

    IMG_20160312_190858

    Der Mann guckt beim Wäscheabnehmen Fussball, wir streunen immer mal vorbei und schauen, wie es steht 😉

    IMG_20160312_195145

    Ich lese jeden Abend vor. Heute reisten wir mit den Olchis nach London.

    IMG_20160312_225535

    Ich bin ja ganz neu bei WordPress und heute quält es mich. Ich sitze jetzt seit 3 Stunden an diesem Beitrag. Vielen Dank für die Hilfe, Suse (Ich lebe! Jetzt!).

    Ich hoffe, jetzt klappt es!

    Mehr Bilder findet Ihr – wie jeden Monat – bei Carola.

    Liebste Grüße

    Eure Thea