Mütter nehmen sich nicht frei – doch!

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich entschieden, nach und nach einige meiner Beiträge vom anderen Blog hierher umzuhiehen, von denen ich meine, dass sie besser hierher passen.  Die nun folgenden Zeilen, habe ich ursprünglich am 27.10.2014 veröffentlicht und ich finde sie nach wie vor aktuell.

Es geht um unsere Gesundheit, darum, wie wir manchmal mit ihr umgehen, weil wir meinen, uns nicht leisten zu können, krank zu werden und darum, welchen Preis wir dann manchmal dafür bezahlen. Hier kommt erstmal der Text und am Ende noch ein Kommentar, wie ich das Ganze 1 1/2 Jahre später sehe.

 Ich wurde letztens von einem Apotheker zusammen gestaucht. Das passiert mir öfter, denn ich scheine mich nicht immer gesundheitsfördernd zu benehmen. Aber dieses Mal ging es nicht um mich, dieses Mal war es mein Mann, der sich unverantwortlich seinem Körper gegenüber verhielt. Erklärte mir zumindest der Apotheker und redet sich dabei richtig in Rage.
Mein Mann hatte eine Herzmuskelentzündung, die höchstwahrscheinlich durch verschleppte Infekte hervorgerufen wurde.
Der Apotheker erklärte mir, dass dies eine typisch männliche Erkrankung wäre, da Männer ungern Schwächen zugeben wollen. Und krank zu sein, würde häufig als Schwäche angesehen. Das wäre schon in frühester Kindheit in der Erziehung verankert. Jungs weinen nicht, und Basta! Und wenn man sich mit sämtlichen Erkrankungen durch den Alltag schleppt, ohne sich Erholungspausen zu gönnen, kann das irgendwann zu so ernsthaften Schädigungen führen.
Diese Erklärungen haben mich nachdenklich gemacht. Wird Männern wirklich weniger Genesung zugestanden? Sind wir strenger zu unseren Söhnen, als zu den Töchtern? Da ich weder Geschwister, noch einen Sohn habe, kann ich dazu leider keine Erfahrungswerte beisteuern, bin aber offen für Eure Kommentare. Diese Frage geht raus an alle Jungseltern: wenn Ihr Euer Verhalten reflektiert, wie streng seid Ihr gegenüber Gefühlsäußerungen und Schwächen? Was beobachtet Ihr bei anderen Eltern?
Ich persönlich sehe die Tendenz, auf keinen Fall ausfallen zu wollen, oder zu können, bei beiden Geschlechtern. Ich selbst schleppe mich oft durch den Tag, obwohl ich einfach nur in Bett und mich erholen möchte. Das Verantwortungsgefühl, den Kollegen, den Kunden und der Familie gegenüber ist einfach zu groß.
Gerade lief wieder die aktuelle Werbung für ein Erkältungsmedikament, in der ein Mann mit rot geschwollener Nase und Schüttelfrost ins Büro fährt. Dort nimmt er das Medikament und ist – zacktraraa- wieder fit und arbeitsbereit. Was will uns diese Werbung sagen? Wenn Du Dich bei einem grippalen Infekt krankschreiben lässt, bist Du nur zu faul, Deine Pflicht zu erfüllen, denn es ist ja so einfach, jederzeit Einsatzbereit zu bleiben?
Mich macht solche Werbung wütend. Das geht mir schon seit langem so mit Werbung für Kopfschmerzmittel. Häufig sind Kopfschmerzen ja ein Zeichen des Körpers, dass irgendetwas nicht so ist, wie es sein soll. Zu wenig getrunken, Stunden über Stunden auf den Bildschirm gestarrt, Dauerbeschallung – da fordert der Körper sein Recht und zwar so, dass wir auch zuhören. Ich selber leide seit Jahren unter starker Migräne und weiß nur zu gut, dass manchmal eine Tablette die einzige Lösung ist. Aber diese Werbung suggeriert meiner Einschätzung nach: „Lass Dir Deine Leistungsfähigkeit nicht verderben! Nimm sofort eine Tablette und sei auf der Stelle wieder für alle da!“ Mir als Migränepatientin gibt solche Werbung das Gefühl, mir nicht genug Mühe zu geben, um meine volle Leistungsfähigkeit sofort wieder herzustellen.

Aber es ist eben nicht nur solche Werbung, die verhindert, dass wir auf uns Acht geben, auf die Signale des Körpers hören und uns Zeit und Ruhe zum Gesundwerden geben. Ein hoher Erwartungsdruck lastet auf uns, der in vielen Fällen aus uns selber heraus kommt, in anderen von unserer Umwelt auf uns gerichtet wird.

Für meinen Mann bedeutet das, dass er solange weiter gemacht hat, bis sein Körper ultimativ die Reißleine zog und er mit dem RTW ins Krankenhaus gefahren wurde. Er fiel für längere Zeit komplett für uns aus und wir haben uns große Sorgen gemacht. Für mich bedeutet das, dass ich mir mal wieder vornehme, besser auf mich aufzupassen. Für mich, für meine Familie und irgendwie auch für meinen Arbeitgeber. Denn niemand hat etwas davon, wenn ich irgendwann umfalle und dann für Wochen ausfalle oder sogar bleibende Schäden behalte.
Sich wichtig nehmen. Auf sich achten. Das ist etwas, dass viele von uns irgendwie verlernt haben. Das wirft bei mir die Frage auf, wie wir unseren Kindern einen gesunden Umgang mit unserem Körper vermitteln können. In erster Linie eben durch unser Vorbild, aber auch, indem wir sie ernstnehmen.
Wenn meine Tochter krank ist, dann ist sie krank und wird dann gescheit umsorgt und umhätschelt. Sich fallen zu lassen und von Mutti Kartoffelpü mit Buttermöhrchen gekocht zu bekommen gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Das hat für mich nichts mit verweichlichen zu tun. Es hat damit zu tun, Dinge einzuschätzen und zu lernen, auf sich zu hören.
Was möchte ich Euch mit diesem Blogpost sagen? Im Wesentlichen eines: passt gut auf Euch auf, Ihr Lieben. Nehmt Euch ernst! Ihr seid wichtig! Wenn Ihr langfristig ausfallt, hat Eure Familie es schwer, denn Ihr könnt für eine oder zwei Wochen vertreten werden, aber Ihr seid nicht leicht zu ersetzten.

Und jetzt seid Ihr dran. Was denkt Ihr über dieses Thema? Wie geht Ihr mit Erkältungen, Erwartungen und Arbeitsdruck um? Was vermittelt Ihr hierzu Euren Kindern?

Das Alles schrieb ich vor 1 1/2 Jahren. Und nun? Wie habe ich diesen Vorsatz umgesetzt? Ich habe mich größtenteils daran gehalten, aber nicht immer. Noch immer habe ich Abgabetermine und diese eine wichtige Besprechung, bei der ich noch dabei sein muss. Aber insgesamt höre ich schon besser auf meinen Körper und wenn ich krank bin, bin ich eben krank. Das ist doof und kommt fast immer super ungünstig, aber ich bin nicht der Nabel der Welt und meistens kommen die Kollegen schockierend gut ohne mich über die Runden. Oft habe ich gemerkt, dass es bei beginnender Erkältung genügt, 1-2 Tage plus Wochenende im Bett zu bleiben um größere Katastrophen zu verhindern.

Und manchmal. Ja, manchmal hilft alles nichts. Da schont man sich, da tut man alles, was die Ärzte empfehlen und dennoch haut einen die Bronchitis, die Angina oder Sinusitis von den Füßen. Auch das gibt es und es frustriert mich dann sehr. Und dann kann ich mir nur sagen, dass immer wieder ein neuer Frühling kommt und ein Sommer und aus Erfahrung weiß ich, dass dann auch irgendwann wieder die Zeiten kommen, an denen man mehr mehr Tage im Monat gesund, als krank ist.

Bis dahin wünsche ich Euch allen viel Geduld, Tee und Ruhe!

Liebste Grüße

Eure Thea

Fotoprojekt #12von12 im März 2016

Hallo Ihr Lieben,

immer am 12. eines Monats sammelt Carola von „Draußen nur Kännchen“ Blogbeiträge mit je 12 Fotos vom Tag. In meinem neuen Blog möchte ich heute das erste Mal mitmachen. Hier kommen meine 12 Bilder.

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Wie sich das gehört beginnen wir mit Kaffee. Morgens um Acht schon der Zweite. 😉

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So gestärkt konnte ich mich zum Kind setzten, Sie wollte heute Morgen mal wieder etwas malen.

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Ich male ja dann auch gerne mal. Da ich selber komplett talentfrei bin, male ich aus. Mögt Ihr das auch gerne? Dieses Bild musste ich dann ins Kinderzimmer hängemn, weil Flummi das so mochte. ❤

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Meine Mutter brachte letzte Woche Schneeglöckchen aus ihrem Garten und Tinte mit. Esperiment: Verfärben sich die Blüten? Bei uns: kaum. Aber ein Bisschen.

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Das Hustenkind muss inhalieren. Ist das bei Euch auch immer so eine Diskusion? Trick heute: Ich stellte den Wecker, so dass Flummi eine Endlinie hatte.

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Seit letzter Woche hatte mein Kind kaum was gegessen und als sie sich heute Kartoffelpürree von mir wünschte, weckte das bei mir Kidheitserinnerungen. Meine Mutter kochte mir das früher auch immer, wenn ich krank war. Also, ran ans Kartoffelschälen.

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Fertig und sehr lecker.

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Meerschweinchen-Futter vorbereiten. Wusstet Ihr, dass nur Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen nicht selber Vitamin-C bilden können? Eines unserer Schweinchen hat leider Lippengrind. Die Ärztin erklärte mir, dass das so etwas wie Skorbut wäre. Dem Tier fehlen verschiedene Vitamine. Also streue ich täglich Vitaminpulver über das Futter und…

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..bepinseln zwei mal am Tag das kleine Schnäuzchen mit einer Salbe vom Tierarzt. Aufwendig, wird aber schon besser.

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Der Mann guckt beim Wäscheabnehmen Fussball, wir streunen immer mal vorbei und schauen, wie es steht 😉

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Ich lese jeden Abend vor. Heute reisten wir mit den Olchis nach London.

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Ich bin ja ganz neu bei WordPress und heute quält es mich. Ich sitze jetzt seit 3 Stunden an diesem Beitrag. Vielen Dank für die Hilfe, Suse (Ich lebe! Jetzt!).

Ich hoffe, jetzt klappt es!

Mehr Bilder findet Ihr – wie jeden Monat – bei Carola.

Liebste Grüße

Eure Thea

 

#FrischeAlltagsküche – mein Soulfood im Februar

Hallo, Ihr Lieben,

ich koche total gerne. Ich bin nicht besonders talentiert und meistens kann man, was ich koche auch nicht instagramtauglich fotografieren, aber es entspannt mich und meistens schmeckt zumindest einem Familienmitglied ausgezeichnet. Weil der Mann und ich mittags nur Brot essen, koche ich gerne abends warm und da mir nicht täglich etwas Neues einfällt, kommt mir die #FrischeAlltagsküche  von Ich lebe! Jetzt! und Mama Notes gerade recht. Ein Mal im Monat geben die Beiden ein neues Thema aus und fragen: Was kocht denn Ihr so?

Frisch soll es sein und schnell soll es gehen. #FrischeAlltagsküche eben. Das Thema Soulfood im Winter erinnerte mich an eines meiner Lieblingsrezepte, dass ich Euch gerne mal zeigen wollte. Ich liebe Fisch in Sahnesoße. Habe ich schon als Kind geliebt. Allerdings bekam ich davon immer Bauchweh. Ich schob es immer darauf, dass ich meine Sättungsgrenze überfutterte, aber es kann auch an der Zubereitung meiner Mutter liegen. Sie kaufte nämlich immer diese Plastikbadewannen mit Sahnehering und rührte sie mit Kaffeesahne glatt. Schmeckte, vertrug ich aber nicht so sahnemäßig 😉

Als ich auszog suchte ich herum, um meinen Matjes selber machen zu können und fand schließlich dieses Rezept auch Chefkoch. Ich bereite die Soße zu, während die Kartoffeln kochen, brauche also alles in allem etwa eine halbe Stunde, bis alles auf dem Tisch steht. Wenn es mal sehr schnell gehen soll, gare ich die Kartoffeln auch mal in der Mirkowelle. Dazu schrubbe ich sie, stecke sie nass in ein eine kleine Plastiktüte (Frühstücksbeutel), drehe den lose zu und erhitze ihn 3 Minuten in der Mikrowelle. Die kartoffeln sind jetzt gar, schmecken mir aber gekocht besser, deswegen ist dieser Trick nur was für ich-verhungere-gleich-Notfälle.

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Alles, was gebraucht wird, auf einem Bild.

Ich benutze für 3 Personen:

  • etwa 400 gr Naturjoghurt
  • 1 Paket Matjesfilet nordische Art
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 Apfel
  • 3-4 Gewüzgurken
  • 1 Schuß Essig
  • 1 TL Zucker
  • Salz und Pfeffer

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Zuerst setze ich das Kartoffelwasser auf. Bei uns in der Familie werden Pellkartoffeln immer mit Salz und Kümmel gekocht. Bei Euch auch?

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Wenn ich mir alle Zutaten zurecht gelegt habe, schneide ich Apfel, Gurke und Zweibel in kleine Würfel und werfe sie in eine Schüssel.

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Wenn ich schon dabei bin, teile ich auch den Fisch in mundgerechte Häppchen.

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Dann kommt der Joghurt drüber und ich schmecke mit Essig und Zucker süß/sauer ab, bevor ich mit Salz und Pfeffer kräftig würze. Manchmal streue ich noch etwas Dill darüber, je nach Appetit.

Und tadaa: fertig!

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Für mich ein absolutes Wohlfühlessen. Gerade, wenn das Wetter mies ist, tut mir das gut.

Was kocht ihr Euch, wenn es draußen kalt und mies ist? Esst Ihr gerne Matjes nach Hausfrauenart? Wenn ja, nach welchem Rezept?

Liebste Grüße

Eure Thea

Einblicke in meine Trickkiste – #ichlesevor

Hallo, Ihr Lieben,

wer mir schon auf dem alten Blog folgte, kennt ein Thema, dass mir sehr am Herzen liegt. Ich bin ja große Vorleserin und ich bekomme gern vorgelesen. Deshalb startete ich vor fast 1 1/2 Jahren zum Vorlesetag den Hashtag #ichlesevor.

Die Blogparade zum Vorlesetag 2015 mit vielen tollen Teilnehmern könnt Ihr Euch hier noch mal ansehen.

Und da ich finde, dass hier etwas Wunderbares gestartet ist, möchte ich auch im neuen Zuhause das Thema fortführen. Ich beginne mit meinen ganz persönlichen Vorlesetipps und habe dann einige, wie ich finde, spannende Zuckerstückchen für Euch. Dabei möchte ich ganz bewußt nicht sagen, wie Ihr das machen sollt, das hier wird kein: „Lies so und so vor, dann wird Dein Kind / Publikum Dich lieben“-Guide. Denn ich finde, jeder Zuhörer, jede Situation, jeder Vorleser sind individuell. Deshalb kann ich kein Patentrezept anbieten. Weiterlesen